Suchttherapeutische Abteilung

Zu der suchttherapeutischen Abteilung zählen drei Stationen in dem gesicherten Bereich der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie.

Der Focus der Arbeit auf unseren beiden sogenannten Kernphasenstationen liegt in der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte und mit der persönlichen Suchtentwicklung durch verschiedene Sucht- und Indikationsgruppen, Strukturelemente und Einzelgespräche mit Bezugstherapeut und Bezugspflegepersonal. Auf Grundlage einer Vertrauensbasis soll der Patient lernen, sich selbst, seine Umwelt und seine Handlungen zu reflektieren und sich in seinem Denken und Verhalten entsprechend zu ändern: „Lernen und Veränderung“.

Ziel ist es, dass die Patienten einen möglichst hohen Grad an sozialen Fertigkeiten erlangen, einen angemessenen Umgang mit Aggressionen, Problemen und Stress (Krisenbewältigung) beherrschen sowie ihre Suchterkrankung erkennen, annehmen und mit dieser umzugehen lernen, um mit den erlernten Ressourcen ein abstinentes und deliktfreies Leben führen zu können.

Die sogenannte Sprungbrettstation ist eine Übergangsstation für Patienten, die gemäß §64 StGB untergebracht sind und wurde als Bindeglied zwischen Aufnahme-/Kernstation sowie der Entlassstation/Forensische Ambulanz gegründet.

Auf dieser Station sollen besonders Selbstverantwortung und partnerschaftliche Gemeinschaftsfähigkeit vor dem Hintergrund eines Selbstmanagementansatzes gelernt und gefördert werden.

Das Interventionsverhalten orientiert sich auf dieser Station an wichtigen Aspekten der Selbstmanagement-Therapie (Kanfer, Reinecker, Schmelzer, 2006) und versucht diese für die Maßregeltherapie zu nutzen.

Zum Wesen der Station gehört es, dass die unterschiedlichen Arbeitsweisen, Charaktere und individuellen Erfahrungen eines jeden Mitarbeiters im therapeutischen Team bewusst integriert werden.